Mit seinem Artikel „Dschingis Karl“ – ein Wortspiel und eine Analogie zu Dschingis Khan – zeigt Daniel di Falco die Expansion, ja sogar die Vorherrschaft des Herzogtums Burgund auf, das Karl zu einem Königreich machen wollte, das jedoch in den 1470er Jahren wie ein Kartenhaus zusammenbrach.
Dieser Zusammenbruch wird in dem Gemälde von Eugène Burnand „Die Flucht Karls des Kühnen“ sichtbar, das Martin Bieri in seinem Artikel „Die Geschlagenen“ analysiert.
Und Peter Niederhäuser zeigt in seinem Artikel „Die Tücken des Sieges“ die positiven wie auch negativen Folgen auf, die diese Kriege für die eidgenössischen Orte hatten.
Unsere Vizepräsidentin Prof. Dr. Regula Schmid widmet ihren Artikel „Viele gehen zugrunde, viele werden steinreich“ der Beute, die die Eidgenossen im Laufe dieser Schlachten angehäuft haben.
Dabei geht es nicht nur um Kanonen, Goldschmiedearbeiten oder Prunkgewänder, die noch heute in Museen zu sehen sind, sondern um all das, was die – oft armen – Soldaten der kantonalen Kontingente mitnehmen konnten, um den Alltag ihrer Familien zu verbessern. Es handelt sich um eine enorme Menge an Gegenständen, die geplündert wurden und aus der Gesamtbeute verschwanden, die eigentlich den Orten zugestanden hätte. Doch sie ermöglichten es zahlreichen Einzelpersonen, Ausrüstungsgegenstände, Handfeuerwaffen, Möbel, Geschirr, Kleidung, ja sogar Geld oder Pferde und Nutztiere mit nach Hause zu nehmen.
Diese Möglichkeit der Bereicherung durch persönliche Beute wirkte sich sicherlich positiv auf dem Engagement der Kontingente in den folgenden Feldzügen und sogar auf das Söldnertum aus, gab jedoch auch Anlass zu heftiger Kritik, besonders im 16. Jahrhundert von Seiten der Reformatoren.
Der Artikel ist reichhaltig mit Fotografien von Gegenständen und Stichen aus jener Zeit illustriert.