Meinungen

Christophe Büchi, ehemaliger Westschweizer Korrespondent der NZZ, ist der Autor der Standardwerke Röstigraben. Das Verhältnis zwischen deutscher und welscher Schweiz (NZZ Libro) und Mariage de raison. Romands et Alémaniques : une histoire suisse (Editions Zoé).

Geburtswehen einer Willensnation

Ein Bürgerkrieg im November 1847 einte die Schweiz, auch entlang der Sprachgrenzen. Schulter an Schulter kämpften Deutschschweizer und Romands auf beiden Seiten. Der Sonderbundskrieg, der am 3. November 1847 begann und schon am 29. November mit dem Sieg der liberalen Kantone über den katholisch-konservativen «Sonderbund» endete, ist kein Ruhmesblatt der Schweizer Geschichte.
Dominique Andrey, Korpskommandant a D, Präsident SVMM. (N.B. als Bauingenieur ausgebildet und aus den Festungstruppen herausgegangen…)

Dufour und die permanente Befestigung

General Guillaume Henri Dufour (1797 - 1875) ist eine herausragende Persönlichkeit der Schweiz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben seiner entscheidenden Rolle im Sonderbundskrieg leitete er bemerkenswerte Arbeiten im Bereich der Kartografie und der Festungsbauten, setzte sich für die Ausbildung der Armee ein und war einer der Gründer des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Er war auch ein fruchtbarer Autor; doch wer hat in letzter Zeit das eine oder andere seiner Werke gelesen?
Hubert Foerster – Schweizer Emigranten-Regimenter 1799 – 1801

Hubert Foerster – Schweizer Emigranten-Regimenter 1799 – 1801

Seit vielen Jahren beschäftigt sich unser ehemaliges Vorstandsmitglied Hubert Foerster mit den Schweizer «Emigranten-Regimentern», die nach 1798 entstanden sind. Sie wurden meist mit englischem Geld im Kampf gegen die Napoleonischen Armeen angeworben und dienten für die Aufrechterhaltung der legitimistischen Staats- und Gesellschaftsverhältnisse. Nach der Aufhebung der französischen und sardisch-piemontesischen Fremdenregimenter entstand ein erhebliches Potential von arbeitslosen Söldnern, die sich in die meist nur kurze Zeit bestehenden Regimenter anwerben liessen. Das wohl bekannteste Emigranten-Regiment warb der Glarner Niklaus von Bachmann an, der von 1756 bis 1792 und 1815 in bourbonischen Diensten stand und 1815 von der Tagsatzung noch zum eidgenössischen General gewählt wurde.

Die Verluste an Menschenleben im französisch-preußischen Krieg von 1870

In der "Revue historique des armées (n°294)", die den Verlusten an Menschenleben in Kriegszeiten gewidmet ist, erinnert Prof. Dr. Nicolas Dujin daran, dass "die Verluste ein wesentlicher Gegenstand der Militärgeschichte sind. Sie zu zählen ist eine Notwendigkeit, um das Ausmaß eines Sieges oder einer Niederlage zu bewerten, ihre Ursachen zu ergründen eine Möglichkeit, die Stärken und Schwächen einer Armee zu erkennen".

Gelesen in der «Allgemeine Schweizerische Militärzeitung», Nr. 6 von Februar 1871

... wo die «Auftragstaktik» offensichtlich noch nicht praktiziert wurde!

Gelesen in der « Revue militaire suisse », N° 5 vom 24. Februar 1871

... wo Anerkennung, Lehre und Weisungen mit einer Dosis Patriotismus und einem Hauch von Paternalismus gemischt werden!

MEINUNG Geschichte muss die Gegenwart begleiten

Geschichte ist die Beziehung, die Analyse, die Relativierung von vergangenen Ereignissen. Sie ermöglicht es auch - oder sollte es zumindest ermöglichen -, den Kontext zu verstehen, in dem sich die gegenwärtige Welt entwickelt. Dieser Kontext ist das Ergebnis einer Kaskade von Fakten und Ereignissen mit ihren Konsequenzen. Die vergangenen Fakten, die uns interessieren sollten, sind sowohl die von gestern als auch die von vorgestern oder von vor langer Zeit. Aber diese Kaskaden folgen (wie Wasserfälle in der Natur) einem Verlauf, der manchmal von Stößen, wenn nicht gar vom unaufhaltsamen Fluss der Zeit (bzw. der Wirkung der Schwerkraft) geprägt ist; es ist das Studium dieser Verlaufsänderungen, das interessant ist.

Soll Klio von ihrem Podest gestürzt werden?

Unter den alten Griechen war Clio die Muse der Geschichte; sie sang über die Vergangenheit von Menschen und Städten und verherrlichte ihre Leistungen. Diese Anrufung und diese exklusive Darstellung der erfolgreichen Leistungen hat sich vor allem im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen des Nationalismus und dann bis in die jüngste Zeit hinein lange Zeit gehalten: Diese Mischung aus gesicherten Tatsachen und fast mythologischen Verklärungen gibt eine einseitige und damit unvollständige Sicht auf die Geschichte eines Landes. Seit dem 20. Jahrhundert besteht das Ziel darin, eine bessere Perspektive auf die Fakten im Kontext der Zeit zu erhalten, in der sie stattgefunden haben; dies hat zu einer Relativierung der so genannten Exploits, einer Analyse der Einflüsse des Kontextes und einer objektiveren Darstellung der Folgen geführt.

L’écrivain Daniel de Roulet «enquête»

Le livre a pour thème les événements dramatiques de 1977–1978, appelés «Deutscher Herbst», qui ont commencé le 5 septembre avec l’enlèvement du patron des patrons allemands, Hanns Martin Schleyer. Aussi l’aspirant Rudolf Flükiger disparaît le 16 septembre 1977 lors d’une course de patrouilles sur la place d’armes de Bure. Il se serait suicidé – c’est la thèse officielle – avec une grenade à main près de Grandvillars en France, à une quinzaine de kilomètre de la place d’armes.

DAMALS Gelesen in der «Allgemeine Schweizerische Militärzeitung» Juni/Juli 1950

Gelesen in der «Allgemeine Schweizerische Militärzeitung», Nr. 6/7 von Juni/Juli 1950, S.385 ff. ... wo wir die Ansätze einer Reform sehen können, die erst viel später kommen wird!