Generalversammlung 2026

30.05.2026, Bern
Am 30. Mai 2026 hielt die SVMM ihre ordentliche Generalversammlung im Historischen Museum in Bern ab. Neben der jährlichen Erledigung der statutarischen Geschäfte fand im Rahmen der Mitgliederversammlung die Vernissage der neuen Website der Vereinigung sowie die Evokation an die Burgunderkriege statt, insbesondere an die Schlachten bei Grandson und bei Murten, deren 550. Jahrestag dieses Jahr begangen werden.

In seinem Bericht ging der Präsident, Korpskommandant aD Dominique Andrey, auf die aktuelle Sicherheitslage ein und bedauerte, wie sehr die politischen Entscheidungsträger die Lehren aus der Geschichte missachten oder sie schlicht nicht kannten; er betonte die Rolle, die ein Verein wie die SVMM spielen kann, um die Forschung anzuregen aber auch um die politischen und militärischen Behörden sowie die breite Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu informieren.
Die Mitgliederversammlung nahm Kenntnis von den Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres sowie vom Stand der Mitgliederzahlen, die weiterhin rückläufig sind (wobei die Zahlen der Neueintritte beinahe gleichauf mit den Zahlen der Austritte stehen). Sie genehmigte den Jahresabschluss 2025, der vom Schatzmeister Peter Muff vorbildlich gemacht wurde und akzeptierte das Defizit, das durch zahlreiche Aktionen zur Erreichung der Vereinsziele gerechtfertigt war. 

Sie nahm den Rücktritt von zwei Vorstandsmitgliedern, Christian Bühlmann und Adrian Wettstein, zur Kenntnis, wählte ein neues junges Vorstandsmitglied, Liam Cinotti, zum Webmaster, ernannte Dr. Lea Moliterni zur neuen Generalsekretärin und bestätigte einen der beiden Rechnungsprüfer, Prof. Dr. em. Rudolf Jaun, in seinem Amt.
Schliesslich nahm sie das allgemeine Tätigkeitsprogramm 2026–2027 zur Kenntnis – wobei der Präsident eindringlich zu mehr Beteiligung aufrief – und genehmigte das dazugehörige Budget 2026 sowie die Beibehaltung des Jahresbeitrags.
Der Präsident schloss den statutarischen Teil mit einem Dank an die Vorstandsmitglieder und an die Institutionen, die die das Wirken der Vereinigung unterstützen.

Im Anschluss präsentierten Peter Muff und Liam Cinotti die neue Website, die erst knapp zwei Tagen zuvor erfolgreich in Betrieb genommen worden war. Diese Neugestaltung, die aufgrund der technischen Veralterung der bisherigen Website notwendig geworden war, erforderte einen grossen persönlichen Einsatz der beiden Genannten sowie des gesamten Vorstands. Die fachliche Umsetzung erfolgte durch den ausgewählten Entwickler Dr. Gerold Ritter und seiner Firma e-hist., der den Auftrag effizient und mit grosser Erfahrung ausführte. 
Die neue Website informiert über die Tätigkeiten des Vereins und seiner Mitglieder, kündigt bevorstehende Aktivitäten an und zielt darauf ab, Mitglieder und externe Interessierte miteinander zu vernetzen.
Die vorgestellten verschiedenen Bereiche überzeugten die anwesenden Mitglieder und die vielen konstruktiven Rückmeldungen und Fragen zeigten das Entwicklungspotenzial wie auch das grosse Interesse auf … vorausgesetzt alle Mitglieder leisten einen Beitrag! Den Planern und dem Entwickler wurde herzlich gedankt.

Der Nachmittag war den Burgunderkriegen (1474–1477) gewidmet, insbesondere den Schlachten in der Schweiz im Jahr 1476.
Prof. Dr. Claudius Sieber-Lehmann und Prof. Dr. Regula Schmid Keeling gingen das Thema auf spannende und originelle Weise an: In einem Zwiegespräch „zerlegten“ die beiden einen kürzlich wiedergefundenen Brief aus der Feder Jörg Hochmuts, Kaplan und Notar vom Zürcher Fraumünster, welcher das Zürcher Kontingent begleitete und der – fast wie ein moderner Kriegsberichterstatter – die Vorbereitungen und den Verlauf der Schlacht aus der Perspektive der beteiligten Männer und Frauen schilderte. Die beiden Referenten verstanden es perfekt, miteinander im Dialog zu stehen und gleichzeitig mit dem Publikum zu interagieren. Auf diese wurde hervorragend verdeutlicht, was die Burgunderkriege in dieser entscheidenden Epoche für die europäische Geschichte bedeuteten.
Die Teilnehmer vertieften das Thema bei einer Führung durch die bemerkenswerte Wechselausstellung «Murten, ausgeschlachtet», in der sowohl die ausgestellten Objekte, die Erläuterungen und die aufgeworfenen Fragen als auch die beeindruckende Digitalisierung des Panoramas aus dem späten 19. Jahrhundert einen umfassenden Einblick in das Kriegsgeschehen jener Zeit vermitteln.

Fazit: Ein gelungener Tag für die SVMM und für die teilnehmenden Mitglieder.