Regula Schmid, Daniel Jaquet & al. – Zu den Burgunderkriegen

Zeitschrift «Mittelalter . Moyen Age . Medievo . Temp Medieval»

31. Jahrgang, Ausgabe 2026/1

Schweizerischer Burgenverband, Basel, März 2026

ISSN 1420-6994

44 Seiten, davon 13 bzw. 12 Seiten für die beiden darin enthaltenen Artikel

Als Open Access: https://www.e-periodica.ch


Die Zeitschrift „Mittelalter . Moyen Age . Medioevo . Temp medieval“ widmet ihre Märzausgabe 2026 den Burgunderkriegen, um an den 550. Jahrestag eines regionalen Konflikts zu erinnern, dessen Folgen für das Schicksal Europas von grosser Bedeutung waren. Zwei unserer Mitglieder leisten dazu interessante Beiträge.

Unsere Vizepräsidentin Prof. Dr. Regula Schmid widmet ihren Artikel mit dem Titel «er wolt bezwingen alle rich» [sic!] der Rolle Karls des Kühnen in diesem Krieg. Denn dieser erstreckte sich von 1474 bis 1477, und die Schlachten von Grandson und Murten im Jahr 1476 sowie von Nancy im Jahr 1477 sind nur Höhepunkte davon. 
Tatsächlich ist der kriegerische Aspekt nur die gewalttätige Spitze einer umfassenden Politik der territorialen Eroberungen, der Bündnisse und vor allem der Macht seitens des Herzogs von Burgund, der davon träumte, das Königreich Lothringen wiederherzustellen. Letztendlich kam es nicht dazu, doch es waren seine ehemaligen Gegner oder Verbündeten, die davon profitierten und das politische Kräfteverhältnis in Europa unwiderruflich veränderten
Der Artikel ist reich illustriert mit Texten und Stichen aus jener Zeit.
Dr. Daniel Jaquet wiederum liefert einen fundierten Artikel zum Thema «Das Panorama der Schlacht bei Murten. Vom Gemälde zum Pixel» (nur auf Französisch). Tatsächlich stellt das gigantische Gemälde (10 m hoch und 100 m lang) von Ludwig Braun auf eindrucksvolle Weise in Rundform die Schlacht vom Juni 1476 dar, auch wenn sich der Künstler hinsichtlich der Figuren, ihrer Ausrüstung und der Gesamttaktik sicherlich einige Freiheiten gegenüber der Realität genommen hat.
Das Panorama war Ende des 19. Jahrhunderts erfolgreich, bevor es aufgerollt und jahrzehntelang in Vergessenheit geriet; eine Restaurierung und eine Sonderausstellung brachten es anlässlich der Expo.02 wieder zur Geltung; doch nun ermöglicht eine extrem detaillierte Digitalisierung einen virtuellen Rundgang… bevor das Objekt wieder einen physischen Platz findet, an dem die Öffentlichkeit es erneut bewundern kann.
Auch hier ist der Artikel gut illustriert.
Zwei weitere Artikel von Peter Niederhäuser runden die Ausgabe ab.